Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen, die wir von niederländischen Physiotherapeuten erhalten, die über einen Umzug in die Schweiz nachdenken. Und das verstehen wir vollkommen.
Natürlich ziehen Menschen wegen der Berge, der Natur und des Abenteuers um. Aber auch das Gehalt spielt oft eine große Rolle. Die Schweiz ist bekannt für hohe Löhne, aber ebenso für hohe Kosten. Die Frage ist also logisch: Bleibt am Ende des Monats wirklich mehr übrig?
Die kurze Antwort: Ja, meistens schon. Aber wie viel Sie genau sparen, hängt vollständig von Ihrem Lebensstil ab. Wir rechnen es Ihnen unten ehrlich vor. Alle Beträge sind in Euro angegeben, jeweils mit dem Betrag in Schweizer Franken daneben. Wir rechnen mit einem Kurs von etwa 1 CHF = 1,05 Euro, damit Sie ein realistisches Bild erhalten.
Der größte Faktor sind die Wohnkosten.
Viele niederländische Physiotherapeuten beginnen in einer Wohngemeinschaft, einer sogenannten WG. Das ist nicht nur günstiger, sondern oft auch einfach angenehm in der ersten Zeit. Man knüpft sofort soziale Kontakte.
Für ein Zimmer in einer solchen Wohngemeinschaft zahlen Sie durchschnittlich zwischen 735 und 1050 Euro pro Monat (ca. 700 bis 1000 CHF), je nach Lage. In Städten wie Zürich oder Zug ist das oft etwas höher. Möchten Sie lieber alleine wohnen? Dann steigen die Kosten. Ein Studio oder eine kleine Wohnung kostet oft zwischen 1260 und 1890 Euro pro Monat (ca. 1200 bis 1800 CHF).
Hinzu kommen die Standardkosten: Lebensmittel, Krankenversicherung und Transport. Lebensmittel sind teurer als in den Niederlanden, das stimmt. Wenn Sie das erste Mal 5 CHF für einen Kaffee (ca. 5,25 Euro) oder 8 CHF für ein Brötchen (ca. 8,50 Euro) bezahlen, spüren Sie das schon. Aber viele Leute merken auch, dass es weniger ins Gewicht fällt, sobald man ein Schweizer Gehalt verdient.
Im Durchschnitt geben viele Physiotherapeuten ungefähr Folgendes aus:
Die Krankenversicherung funktioniert in der Schweiz anders, als Sie es gewohnt sind, und die Prämie kann je nach Kanton und Versicherer stark variieren. Wenn Sie eine höhere Franchise wählen, zahlen Sie monatlich weniger. Wir erklären es ausführlich in unserem Blog über die Krankenversicherung und Physiotherapie in der Schweiz.
Des Weiteren sind die Kosten für Hobbys und Freizeit oft höher, als man erwartet. Und das ist logisch, denn viele Menschen möchten gerade viel vom Land sehen, sobald sie dort leben. Wochenendausflüge, Skifahren, Essengehen, Wanderungen, Sport, Rundreisen durch die Schweiz. Das kostet Geld. Aber es ist auch genau einer der Gründe, warum Menschen diesen Schritt wagen, also rechnen Sie es ruhig als Teil des Gesamtbildes mit ein.
Was man verdient, hängt von der Erfahrung, dem Kanton, der Praxis, den Spezialisierungen und dem Beschäftigungsgrad ab. Einige Physiotherapeuten verdienen im ersten Jahr etwas weniger, während andere mit Erfahrung oder einer Spezialisierung ein höheres Einkommen erzielen.
Für viele niederländische und belgische Physiotherapeuten ist etwa 4725 Euro netto pro Monat ein realistischer Durchschnittswert, mit dem man rechnen kann, umgerechnet etwa 4500 CHF. Beachten Sie, dass dies ein Durchschnittswert und kein Versprechen ist. Ihr Einstiegsgehalt kann etwas darunter oder darüber liegen.
Möchten Sie wissen, wie dieser Nettobetrag zustande kommt, inklusive aller Abzüge? Dann hilft Ihnen unser Blog über von Brutto zu Netto in der Schweiz weiter.
Das ist für jeden anders. Der eine lebt minimalistisch und spart viel. Der andere möchte jedes Wochenende Abenteuer erleben, essen gehen oder reisen.
Aber lassen Sie uns die oben genannten Zahlen einmal zusammenzählen. Angenommen, Sie wohnen in einer Wohngemeinschaft und pflegen einen recht normalen Lebensstil. Dann kommen Sie ungefähr auf Folgendes:
Insgesamt belaufen sich Ihre monatlichen Ausgaben dann auf etwa 3150 bis 3675 Euro, umgerechnet ungefähr 3000 bis 3500 CHF. Ein Großteil davon fließt also in angenehme Dinge, und genau das ist der Sinn der Sache.
Vergleicht man das mit einem Nettogehalt von rund 4725 Euro, bedeutet dies, dass man oft immer noch zwischen 1575 und 2100 Euro pro Monat sparen kann, umgerechnet etwa 1500 bis 2000 CHF.
Und das ist meist der Moment, in dem Menschen merken, welchen finanziellen Unterschied die Schweiz machen kann. Nicht weil alles günstig ist, denn das ist es absolut nicht, sondern weil das Gehalt oft stärker steigt als die monatlichen Kosten.
Möchtest du dieses Ersparte auch clever für später arbeiten lassen? In der Schweiz kannst du steuerlich vorteilhaft für deine Rente über die dritte Säule vorsorgen. Wir erklären, wie das funktioniert, in unserem Blog über cleveres Sparen für deine Rente mit der dritten Säule 3a.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass man in der Schweiz meistens wirklich mehr sparen kann. Aber ehrlich gesagt liegt der größte Unterschied für mich nicht nur im Geld selbst. Er liegt vor allem in der Freiheit, die es bietet.
In der Schweiz merkte ich, dass ich nicht unbedingt Vollzeit arbeiten musste, um komfortabel zu leben. Zu bestimmten Zeiten arbeitete ich 80 bis 90 Prozent, während ich immer noch genug verdiente, um das Land in vollen Zügen zu genießen. Das bedeutete mehr Zeit in den Bergen, spontane Wochenendausflüge, häufigeres Wandern oder Skifahren und einfach mehr Balance neben der Arbeit.
Und vielleicht ist das letztendlich der größte Vorteil der Arbeit in der Schweiz. Nicht nur, dass man mehr sparen kann, sondern auch, dass man mehr Raum bekommt, um das Leben hier wirklich zu genießen.
Denkst du darüber nach, den Schritt zu wagen? Dann schau dir mal an, wie takeoff funktioniert, oder lerne uns kennen. Wir rechnen gerne mit Ihnen durch, was ein Umzug für Ihre Situation bedeutet.
Tipps, Tricks und weitere Einblicke zum Leben und Arbeiten in diesem schönen Land